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Felix Krause
25.01.2016

Effektiver Einbruchschutz: Wo fange ich an? Und was ist wirklich sicher?

Einbruchschutz

Im Jahr 2014 verzeichnete die Polizei 152.000 gemeldete Einbrüche in Deutschland. Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren. Die Zahl der gescheiterten Einbruchsversuche ist aller Wahrscheinlichkeit nochmal mindestens genauso hoch.

Diese Daten belegen zweierlei: Erstens gibt es kein absolut einbruchssicheres Haus. Zweitens zeigen aber die gescheiterten Versuche, dass bei dieser kriminellen Handlung vor allem ein Faktor eine Rolle spielt, und zwar die Zeit. Schafft es ein Einbrecher nicht, innerhalb von zwei bis fünf Minuten sein Ziel zu erreichen, bricht er sein Vorhaben ab und sucht sich ein anderes Objekt.

 

Seien Sie nicht sorglos

Wenn Sie – wie kürzlich eine Studie aufgezeigt hat – zu den rund 60 Prozent der Menschen gehören, die sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben, stellt sich natürlich die Frage: Effektiver Einbruchschutz – Wo fange ich an? Und was ist wirklich sicher?

Immerhin haben Sie in diesem Moment die erste Hürde genommen und fangen an, sich mit der, zugegeben leider unschönen, Thematik zu befassen. Der nächste Schritt ist, sich von kompetenter Seite beraten zu lassen.

 

Vorbeugen schützt Ihr Eigentum

Monteur bringt Schloss ein

Jeder Haus- und Wohnungsbesitzer kann Einbrüchen vorbeugen. Bei einem Neubau, der entsprechend geplant wird, fallen die Kosten für einen effektiven Einbruchschutz kaum ins Gewicht.

Aber selbstverständlich sind auch Nachrüstungen möglich, die im Vergleich zu den materiellen Verlusten, die bei Einbrüchen entstehen, nur wenig Geld kosten.

Sie sollten aber auch den psychologischen Faktor nicht außer Acht lassen, dass ein Einbruch das persönliche Sicherheitsgefühl auf lange Zeit schwer beeinträchtigen kann.

Investitionen in einen vernünftigen Einbruchschutz lohnen sich also doppelt.

Nutzen Sie den Service von Beratungsstellen der Kriminalpolizei, der Verbraucherschutzzentralen oder von seriösen und professionell arbeitenden Schlüsseldiensten, die in der Regel gerne eine Ortsbesichtigung durchführen und Sie ganz individuell und zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse beraten.

 

Ein paar Fakten, die es zu kennen gilt

Räumen wir zuerst mit einer Vorstellung auf, die leider immer noch in vielen Köpfen manisfest ist. Urlaubszeit ist die Zeit der Einbrecher? Mitnichten. Die Statistik der Polizei besagt, dass die meisten Einbrüche in der dunklen Jahreszeit zwischen Oktober und Februar stattfinden. Auch bei der Tageszeit bevorzugen die Täter die Abenddämmerung.

So können sie leichter erkennen, ob jemand zu Hause ist, weil beispielsweise das Licht brennt oder der Fernseher läuft. Die Dunkelheit bietet ihnen außerdem mehr Schutz bei der Ausführung ihrer Tat sowie bei der Flucht.

 

Wie die Einbrecher vorgehen

Einbrecher mit Eisenstange

Bei Einfamilienhäusern kommen etwa 75 Prozent der Täter durch den Garten und versuchen mit Schraubenziehern und ähnlichem Werkzeug, Fenster und Terrassentüren aufzuhebeln. In Mehrfamilienhäusern müssen sie durch die Wohnungstür.

Dementsprechend können Sie Vorkehrungen treffen, wenn Sie sich wirksam gegen Einbrüche schützen wollen – die wichtigsten Maßnahmen betreffen also Türen und Fenster.

Manche Menschen vertrauen zusätzlich auf elektronische Meldesysteme. Diese können von Nutzen sein, um Einbrecher zu vertreiben, aber sie verhindern nicht wirklich einen Einbruch – sie melden ihn lediglich. Der Schutz der „Außenhaut“ Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses steht allemal im Vordergrund.

 

 Im Ernstfall: Ihre Sicherheit geht vor

Sollten Sie einen Einbrecher auf frischer Tat ertappen, spielen Sie nicht den Helden. Meist flüchten die Täter, wenn sie überrascht werden, aber es kommt auch immer wieder zu Gewaltanwendungen. Rufen Sie am besten die Polizei und warten sie vor der Wohnung auf deren Eintreffen. Fassen Sie nichts an und räumen Sie nichts auf, damit die Beamten eventuelle Spuren sichern können.

 

Welche Vorbeugungsmaßnahmen Sie treffen können

Im Folgenden haben wir ein paar Tipps aufgelistet, wie Sie sich effektiv vor Einbrüchen schützen können. Wenn Sie die Ratschläge beherzigen und etwas Geld investieren, können Sie in Zukunft mit einem sichereren Gefühl Ihr Haus oder Ihre Wohnung verlassen.

1. Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung der Fassade bzw. aller Eingänge – Haus- und Kellertüren, Balkon- und Terrassentüren, Fenster. Wenn Sie Bewegungsmelder installieren, müssen Sie nicht mit übermäßigen Stromkosten rechnen.

2. Wenn Sie verreisen, hängen Sie ihre Urlaubspläne nicht an die große Glocke. Wenn möglich, sprechen Sie mit Freunden, Verwandten oder gut bekannten Nachbarn, dass sie regelmäßig zum Beispiel Ihren Briefkasten leeren, Rollläden herunterlassen und wieder hochziehen oder auch mal das Licht einschalten. Hinterlassen Sie weder eine Urlaubsnachricht auf dem Anrufbeantworter und posten Sie auch keine Vorfreude in den sozialen Netzwerken. Professionelle Einbrecher durchsuchen Facebook & Co. nach solchen Meldungen und sind auch in der Lage, anschließend Ihre Adresse herauszufinden.

3. Schließen Sie Fenster und Balkontüren komplett – also kein Fenster auf Kipp geöffnet lassen. Mit einem Schraubenzieher lassen sich Fenster schnell und einfach aufhebeln. Diebe schlagen nur selten eine Scheibe ein, weil es zu viel Lärm verursacht. Auch Jalousien können einfach nach oben gedrückt werden. Bei einem Neubau oder einer Sanierung sollten Sie ein paar Euro mehr für Sicherheit ausgeben und entsprechende Fenster, Balkon- und Terrassentüren sowie Rollläden mit einem Verriegelungsmechanismus kaufen. Vorhandene Fenster können aber auch nachträglich gesichert werden. Fragen Sie einfach mal bei Ihrem nächst gelegenen Schlüsseldienst nach.

Effektive Tipps zum Einbruchschutz

4. Bei Haus- und Wohnungstüren gilt Ähnliches wie bei den Fenstern. Achten Sie darauf, dass Tür und Zargen selbst stabil ausgeführt sind. Bauen Sie nur Schlösser ein, die gängigen Einbruchsmethoden standhalten. Das können mechanische, aber auch elektronische Systeme sein. Fragen Sie nach Schließzylindern mit der Zertifizierung nach den VdS-Klassen A oder B, der VdS-Klasse B-plus oder der Norm DIN 18252. Der Experte eines Schlüsseldienstes erläutert Ihnen gerne die Details und sagt Ihnen, welcher Schutz für Sie und Ihr Eigentum optimal ist.

5. Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr, dass Einbrecher durch die Garage kommen, wenn Sie direkt ans Haus angebaut ist und über einen Zugang zu Ihrem Heim verfügt. In diesem Fall sollten Sie für einen Schutz am Garagentor, aber auch an der Zugangstür sorgen.

 

Einen perfekten Schutz gibt es nicht

Der wichtigste Faktor für Einbrecher ist Zeit. Wir haben es eingangs schon erwähnt, dass ein Einbruch laut Polizeiaussagen in der Regel nach spätestens fünf Minuten abgebrochen wird, wenn der Einbrecher sich in dieser Zeit keinen Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen kann. Sie finden im Reiter Einbruchschutz vom Schlüsseldienst Berlin viele weitere Infos.

Einen perfekten Schutz gibt es nicht, aber durch die beschriebenen Maßnahmen können Sie ein Zeitfenster schaffen, dass Einbrecher verzweifeln und ihre Tat abbrechen lässt.



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